Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dipl.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

    MailTo: matthias.popp@t-online.de

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Presseberichte, Leserbriefe und einige Anmerkungen

Oktober 2008

02. Oktober 2008

Herr Paulus, der Kreisgeschäftsführer des Bund Naturschutz Fichtelgebirge (also der Organisation, deren Internetauftritt auf der Titelseite mit der größten künstlich angelegte Wasserfläche des Landkreises - dem Weißenstädter See - geschmückt ist) verurteilt schon allein den Umstand, dass ich die Idee zu diesem Projektvorschlag haben konnte. Er spart nicht mit Übertreibungen, wie schrecklich er das alles findet.

Fehlt ihm einfach die Phantasie, sich vorstellen zu können, dass der Wunsiedler See, wie so viele andere große Wasserflächen, eine wunderbare, idyllische und spannende Landschaft bilden kann?

Oder hat er sich geistig schon in Vorstellungen verrannt, die überhaupt nichts mit den Gestaltungsmöglichkeiten zu tun haben, die exzellenten Landschaftsarchitekten zur Verfügung stehen, um hier etwas einmaliges entstehen zu lassen?

Die Kritik setzt hier offenbar schon lange vor dem Zeitpunkt ein, an dem ausreichend bekannt ist, worum es einmal gehen könnte. Will er etwa verhindern, dass die Idee überhaupt einmal zu Ende entwickelt und überprüft wird?

Zu den von Herrn Paulus angesprochenen gefährdeten Tierarten werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gesondert Stellung nehmen. Völlig klar ist jedoch, dass dem Schutz gefährdeter Arten bei einer Umsetzung des Projektes aller höchste Beachtung beizumessen ist. Schon bei den Voruntersuchungen werden diese Fragen eine entscheidende Rolle spielen.

Herr Terporten-Löhner, der Vorsitzende des Bund Naturschutz Fichtelgebirge, meint, der Trend in der Energieversorgung gehe hin zu kleinen, dezentralen Anlagen.

Er versteht es offensichtlich nicht, dass diese begrüßenswerte Entwicklung in keinem Widerspruch zu Pumpspeicheranlagen steht. Im Gegenteil: kleine dezentrale Anlagen benötigen, viel mehr als Großkraftwerke, Speichereinheiten um die produzierte Strommenge der Nachfrage anpassen zu können.

Ausführlich setzte ich mich mit dieser Frage in meinem Schreiben an den energiepolitischen Sprecher des Bund Naturschutz, Herrn Dr. Trautmann-Popp auseinander, welcher am Ende des Kapitels "Presse August 2008" abgedruckt ist.

Und 10.000 kleine Pumpspeicher zu je 100 kW (statt einem einzigen großen, mit einem Gigawatt Leistung), wären um Größenordnungen teuerer als ein einziger großer Pumpspeicher. Auch würden diese einen viel größeren Flächenverbrauch haben, weil die Wasserbecken nicht so tief gebaut werden könnten. Ein Energiespeicher für sieben Stunden mit 100 kW Leistung wäre eine für Haushaltsmaßstäbe große dezentrale Anlage. Diesen Gedanken weiter verfolgen, würde bedeuten, dass wir, ähnlich wie bei den Windrädern,  auf allen Bergen und in allen Tälern kleine Pumpspeichereinheiten antreffen könnten.

Weiter fragt Herr Terporten-Löhner, was passieren werde, wenn die Preisdifferenz zwischen Tag und Nachtstrom schrumpfe.

Dazu kann gesagt werden, dass diese Situation als ungünstiges Szenario auf alle Fälle in Betracht gezogen werden muss, wenn ein Finanzplan für das Projekt erarbeitet wird.

Mit Auslaufen der Kernkraftwerke und Reduzierung der Kohlekraftwerkskapazitäten bei gleichzeitigem Ausbau der Wind und der Solarkraft, wird das auch tatsächlich eintreten. Stromüberschuss und -Mangel werden dann nicht mehr, wie heute noch üblich, einem Tag-/Nacht-Rhythmus folgen, sondern viel stärker den natürlichen Einflüssen von Wind und Sonne folgen.

Der Ausgleichsbedarf wird dadurch nicht ab, sondern zunehmen. Speicher müssen dann auch mehrere Tage überbrücken können. Dann wird es vorkommen, dass an einem kalten, trüben und windstillen Mittag ein hoher Spitzenstrombedarf vorhanden ist, während kein regeneratives Kraftwerk nennenswert liefern kann. Umgekehrt kann in der Nachts bei geringer Nachfrage, ein starker Wind blasen und Strom im Überschuss produzieren. Dass Wind und Sonne gerade so einwirken (wie es mit der heute eingesetzten Kraftwerkstechnik meistens gelingt), dass Angebot und Nachfrage übereinstimmen, wird eine absolute Ausnahmesituation werden.

Diese Situation kann auf zwei Arten gelöst werden:

  • Entweder man errichtet so viel Kraftwerkskapazität, dass immer genügend Strom produziert werden kann. Damit leistet man sich den Luxus riesiger Überkapazitäten, die man abschaltet, wenn zu viel Strom produziert wird. Windräder bleiben dann einfach stehen. Ohne fossil befeuerte Ersatzkraftwerke wird das aber nicht zu lösen sein.

  • Oder man sorgt mit Speichern dafür, dass diese mit überschüssigem Strom geladen werden um bei Strommangel die aufgenommene Energie zurückgeben zu können. Werden Erzeugungseinheiten und  Speichereinheiten gut aufeinander abgestimmt, lässt sich damit die insgesamt zu errichtende Kraftwerkskapazität minimieren.

Bei der heute eingesetzten Kraftwerkstechnik prägt der Unterschied zwischen preisgünstigem Atom- und Braunkohlestrom zum höherpreisigen Strom aus Gas- und Ölkraftwerken den Kostenverlauf zwischen Tag und Nacht. Mir fehlt es an Phantasie, dass die knapper werdenden Ressourcen Öl und Gas langfristig billiger werden könnten. 

Wenn unser Land seine energiepolitischen Ziele weiter verfolgt (Kernkraftausstieg, CO-2 Reduzierung, Ausbau erneuerbarer Energien), dann geht das entweder über

  • einen parallel stattfindenden massiven Ausbau der Gaskraftwerke, oder

  • Bezug der Ausgleichsenergie in großem Maßstab aus unseren Nachbarländern oder

  • die Schaffung ausreichender Speicherkapazitäten.

Alle aufgezeigten Szenarien werden ihren Preis haben. Eine Phantasie, dass Ausgleichsenergie nicht mehr gebraucht werden wird oder diese billiger werden könnte, vermag ich dabei nicht zu entwickeln.

Wie man z.B. an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) Zürich in der Schweiz über derartige Anlagen denkt, zeigt der Link auf das nachfolgende Vortragsangebot:

http://www.loretznet.com/kunden/greina-stiftung.ch/dokumente//FlyerDWebsite.pdf.

Im übrigen werden alle Beteiligten, die diesem Projekt Finanzmittel zur Verfügung stellen, sehr genau nachprüfen, dass die Anlage auch die finanziellen Erwartungen erfüllen wird, die man in sie setzt.

Herr Armin Braun, ein Sprecher der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk führt an, Deutschland habe genügend Kraftwerksüberkapazität und exportiere Strom. Offenbar hat er keine Kenntnis, wie die deutschen Stromexporte und -Importe zustande kommen. Deutschland exportiert in der Regel billigen Überschussstrom und bezieht dafür teueren Spitzenstrom. Selbst wenn die Bilanz in manchen Jahren einen kleinen Exportüberschuss aufweist, ist der Preis, der für die Importe bezahlt werden muss deutlich höher, als die Exporterlöse. Deutschland nutzt damit seine Nachbarländer als Energiespeicher. Diese nehmen das Geschäft der Stromveredelung gerne an. Wirtschaftskraft und Devisen, die so unser Land verlassen, könnten aber gerade bei uns für Arbeit, zufließende Gelder und Wohlstand sorgen. Seine maßlosen Übertreibungen mit einer Zubetonierung des Röslautals zeigen, dass es ihm nicht um eine sachliche Auseinandersetzung geht.

Wie ein Herr Dittmar auf die Idee kommt, von einem dreizehn bis fünfzehn Meter hohen Damm zu sprechen, bleibt sein Geheimnis. Der Projektvorschlag geht in der Talmitte von 10 Metern Höhe aus. Überhaupt scheinen maßlose Übertreibungen die Phantasie der Gegner des Wunsiedler Sees zu beflügeln.

 

Der Originaltext des Leserbriefes, welcher zu diesem Artikel umgearbeitet wurde ist der folgende:

Von: Matthias Popp
Gesendet: Montag, 29. September 2008 15:44
An: Redaktion Wunsiedel
Betreff: Wunsiedler See

 

Leserbrief über Berichterstattung der letzten Tage

 

zu "Hohe Steuern, aber keine Touristen" vom 25.09.08

und "Wunsiedler See wird zum Thema" vom 22.09.08

 

In Goldisthal verhindert der schwedische Energiekonzern Vattenfall den Seetourismus, weil er damit zwar Aufwendungen, aber keinen Nutzen hätte.

Unter kommunaler Verantwortung hätten die Stadt Wunsiedel und die Gemeinde Tröstau ein vitales Interesse an der Freizeitnutzung des Wunsiedler Sees, weil sie mit ihren Bürgern gerade auch davon profitieren. Der Stausee würde von vornherein für eine vielfältige touristische Nutzung  konzipiert.

Unter www.psp.poppware.de habe ich eine Bildserie von Goldisthal und vom Edersee eingestellt. Der Edersee in Hessen bildet das Zentrum einer florierenden Ferienregion. Seine Uferlandschaft ist absolut vergleichbar mit der von Goldisthal. Die Absenkung des Wasserspiegels im Edersee übertrifft die in Goldisthal vorgesehenen 20 Meter. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Goldisthal für Freizeitnutzung zugänglich wird.

Grotesk falsch ist die Aussage "Pumpspeicher hätten für die schwankende Energie aus Windkraft keine Bedeutung". Der massive Ausbau der Windkraft erfordert gerade die Schaffung von Speichermöglichkeiten für große Energiemengen, wenn Windstrom einerseits an Starkwindtagen nicht vernichtet und andererseits bei Flauten nicht durch teure Primärenergie aus Gas- und Heizölkraftwerken ersetzt werden soll.

Der Umbau unserer Energiewirtschaft mit Atomausstieg, CO-2 Vermeidung, Reduzierung der Abhängigkeit von Erdöl- und Ergaskartellen, hin zu einer regenerativen Stromerzeugung aus Wind, und Sonne ist nur verantwortbar, wenn Speicherkapazitäten geschaffen werden, welche die stark schwankende Stromerzeugung aus diesen Quellen an die Stromnachfrage anpasst. Pumpspeicher schaffen im Gegensatz zu Gas- und Ölimporten Wirtschaftkraft und Arbeitsplätze im eigenen Land. Gekonnt angelegt steigern sie den Freizeitwert einer Region.

Pumpspeicherkraftwerke weisen im Vergleich zu anderen Speichertechniken die größte Lebensdauer, den besten Wirkungsgrad, keine Selbstentladung und die niedrigsten Kosten bezogen auf die gespeicherte Energiemenge auf. Sie sind in der Lage sehr große Energiemengen aufzunehmen, wie es die Stromwirtschaft erfordert.

50 Meter hohe Sperrmauern und eine riesige Betonwanne, wie von BI-Sprechern behauptet, sind Schreckgespenster, mit denen Anliegern des Wunsiedler Sees Angst gemacht wird und Unterschriften gegen den Vorschlag gesammelt werden. Mein Internetauftritt enthält eine Bildserie vom Brombachsee, der sehr viele Parallelen zum Seevorschlag im Röslautal aufweist. Der Untergrund dort ist, wie bei uns, zerklüftet. Die Pegelschwankung beträgt wie bei uns sieben Meter. Im Brombachsee gab es, wie bei uns vorgeschlagen bis zu 25 Meter Bodenabtrag. Stege auf Betonschwimmkörpern ermöglichen dort den Zugang zu den Booten und gleichen die Pegelschwankungen aus. Von den Tiefensperren, die dort errichtet wurden, um unterirdische Wasserflüsse zu verhindern, ist oben überhaupt nichts zu sehen. Wie bei uns vorgesehen ist dort eine erstklassige Ferien- und Erholungsregion mit hochwertigen Lebensräumen für seltene Tier und Pflanzenarten entstanden

Der Schluchsee im Südschwarzwald, Trausnitz und Happurg in Nordbayern oder der Afolderner See an der Eder sind Beispiele für Pumpspeicherseen mit touristischer Nutzung. Sie widerlegen die Behauptung, dass es sich um Industrieanlagen handelt, in denen man weder schwimmen noch Boot fahren kann.

Der wirtschaftliche Impuls der bei der Umsetzung des Wunsiedler See Projektes für unsere Region ausginge, wäre enorm und könnte viele positive Entwicklungen anstoßen.

"Es verbraucht mehr Strom als es produziert" verleitete einen Kandidaten für die Landtagswahl zur Aussage "das ist ein Blödsinnprojekt". Die Speicherung ist wie die Erzeugung von Energie immer mit Umwandlungsverlusten verbunden. Speicher sind dann sinnvoll, wenn eine verbrauchsangepasste Erzeugung höhere Kosten verursacht oder größere Verluste aufweist. Wenn unser Land den Umbau seiner Energiewirtschaft ernst nimmt und sich nicht in völlige Abhängigkeit von anderen Ländern manövrieren möchte, dann wird das ohne die Schaffung erheblicher Speicherkapazitäten nicht verantwortbar zu lösen sein.

 

gez.

 

Matthias Popp

06. Oktober 2008

Leserbrief von Adrian August Wildenauer aus Marktredwitz.

Der Leserbrief mahnt zu Sachlichkeit und vernünftiger Abwägung von Vorschlägen anstelle vorschneller Verurteilung.

 

 

 

 

 

 

 

07. Oktober 2008

Hinweis auf einen Internetauftritt des BN.

 

 

 

 

Leserbrief (Nr. 4) von Herrn Albin Braun aus Breitenbrunn.

Neue sachbezogene Argumente werden in dem Leserbrief nicht vorgebracht.

 

 

Leserbrief von Herrn Günter Heinrich aus Schönwald.

Auch dieser Leserbrief enthält keine neuen sachbezogenen Argumente, zu denen nicht schon Stellung bezogen worden wäre.

08. Oktober 2008

Leserbrief von Frau Monika und Herrn Siegfried Lorke aus Wunsiedel.

Monika und Siegfried Lorke fordern vernünftig und objektiv miteinander zu reden. Sie stellen fest, dass der Wunsiedler See eine mehrere Kilometer lange Uferlandschaft aufweisen würde, die sowohl Fremdenverkehr anziehen als auch naturnahe Lebensräume aufweisen würde.

 

 

09. Oktober 2008

Leserbrief von Herrn Hermann Meier aus Wunsiedel.

Keine neuen sachbezogenen Argumente. Der Schreiber des Leserbriefs kritisiert, dass bei der Vorstellung des Wunsiedler See-Projektes der Begriff "Wirtschaftlichkeit" eine Rolle spielt. 

Häufig, wie auch in diesem Leserbrief schwingt eine Angst mit, dass ein Energiekonzern hinter dem Projekt stehe. Diese Vermutung trifft definitiv nicht zu. Meine Intention ist, ein Projekt unter kommunaler Verantwortung, zum Wohle der Region zu schmieden. Dabei stehen wir ganz am Anfang. Wie eine spätere Finanzierung aussehen könnte, vermag im Moment noch niemand zu sagen. Ziel all meiner Überlegungen ist jedoch, möglichst viel von der Wirtschaftskraft, die das Projekt entfalten kann, in unsere Region zu lenken.

18. Oktober 2008

Vorstellung von Bürgermeister Karl-Willi Beck zum Ablauf des anstehenden öffentlichen Symposiums.

20. Oktober 2008

Der Beschluss, über den hier berichtet wurde, kam in Abwesenheit und gegen den Willen des Hauptvorstandes, ohne vorherige ordentliche Information und Beratung zustande.

Wie mir aus zuverlässiger Quelle berichtet wurde, hat das nicht abgestimmte Vorgehen in dieser Herbstversammlung und dieser Pressebericht in der Vereinsführung zu großer Irritation und Verärgerung geführt.

22. Oktober 2008

In diesem Hinweis auf eine Gemeinderatsitzung fordert Tröstaus zweiter Bürgermeister Wölfel eine Ablehnung des Projektes auf dem Gebiet der Gemeinde Tröstau.

 

24. Oktober 2008

Leserbrief von Herrn Rainer Schöffel aus Wunsiedel.

Er begrüßt das bevorstehende Symposium.

Sodann behauptet er, ich (Matthias Popp) wäre der Organisator und Leiter dieses Symposiums. Er steigert sich weiter, und unterstellt mir, ich setze mich mit Nachdruck und aller Ignoranz für dieses Projekt ein und ließe sämtliche Objektivität im Vorfeld einer planerischen Diskussion vermissen.

Zunächst ist richtig zu stellen, dass ich weder der Organisator des Symposiums bin noch dessen Leiter sein werde. Mir ist auch nicht bekannt, dass von Seiten der Organisatoren (das ist die SWW Wunsiedel GmbH) daran gedacht ist, mir auf dem Podium einen Platz zu geben. So ein Wunsch wurde bisher nicht an mich herangetragen und ich würde dem auch nicht zustimmen.

Das Symposium soll ja gerade zur Hinterfragung und Vertiefung meiner längst bekannten Vorschläge, durch zuständige und fachkundige unabhängige Persönlichkeiten, Aufschluss darüber geben, ob es sinnvoll ist, tiefer in eine Machbarkeitsuntersuchung einzusteigen. Es wird dabei wertvolle Anhaltspunkte liefern, welche Chancen unabhängige Experten dem Projektvorschlag geben.

Weiter wirft mir der Leserbriefschreiber vor, ich würde den Brombachsee mit einem Pumpspeicherkraftwerk gleichsetzen. Dabei unterstellt er mir, ich würde in meinem Internetauftritt mit einem Bild das ein Familienidyll zeigt Propaganda machen. Offenbar hat sich Herr Rainer Schöffel meinen Internetauftritt noch nie angesehen. Vermutlich bezieht er sich auf das Bild zum Pressebericht vom 02. Oktober 2008: "Popp: Touristische Nutzung durchaus möglich", welchen der Frankenpostredakteur Joachim Dankbar verantwortet. Das dort verwendete Bild, welches ich im übrigen gut und passend finde, stammt nicht von mir. Grundlage seines Berichts war der oben wiedergegebene, von mir verfasste Leserbrief, den Herr Dankbar wegen seiner Länge nicht abdrucken wollte.

Natürlich gibt es beim Brombachsee eine Reihe von Parallelen zu den Herausforderungen und Gegebenheiten, die wir beim Wunsiedler See antreffen werden. Unter Anderem ist das die Auslegung auf sieben Meter Pegelschwankung. Darauf gehe ich im Abschnitt "Bilder anderer Seen" dieses Internetauftritts sachlich ein. Hätte der Herr Professor diesen durchgelesen, dann wäre ihm aufgefallen, dass darin als Erstes erklärt wird, welche Aufgabe die Fränkische Seenplatte hat.

Das Symposium soll sich in der Tat mit meinem Projektvorschlag auseinandersetzten. Grundlage dafür ist der Stadtratsbeschluss vom 29. Mai 2008, der hier noch einmal in Erinnerung gerufen sei:

Es erscheint mir selbstverständlich, dass der Urheber und Initiator des Projektes bei der Information der Symposiumsteilnehmer im Vorfeld eine wichtige Rolle spielt. Das Symposium findet ja genau zu diesem von ihm stammenden Projektvorschlag statt und nicht zu irgend einer anderen Vorstellung über einen Pumpspeicher. Aus meiner Sicht naheliegend und folgerichtig ist es deshalb, dass mich die Organisatoren des Symposiums zur Information der Teilnehmer heranziehen. Wer anders soll denn den Teilnehmern den Vorschlag, über den der Stadtrat abgestimmt hat, besser erklären, als der Urheber selbst?

Die mir unterstellten, überspitzt formulierten Aussagen, die Herr Schöffel in seinem Leserbrief wie Zitate bringt und ihm von nicht genannten Dritten zugetragen wurden, habe ich so nie ausgesprochen.

Die Auswahl der Teilnehmer treffen im übrigen die Organisatoren selbst.

Was würde der Herr Professor Schöffel sagen, wenn er ein ausgearbeitetes Konzept zur Abhaltung der Wunsiedler Grüntage vorlegt und dann ganz jemand anders und ohne weiteren Kontakt zum Urheber beauftragt würde, die Teilnehmer auszuwählen und den Vorschlag des Herrn Schöffel zu erklären?

Dass ein Urheber von einem Projektvorschlag, den er öffentlich macht, auch überzeugt ist, dürfte ja wohl das Normalste der Welt sein. Wie sonst sollten Entwicklungen in einer Gesellschaft angestoßen werden, wenn dem nicht so wäre?

Die Vermutungen und Unterstellungen des Herrn Rainer Schöffel kann ich nicht nachvollziehen. Leider vermisse ich von ihm jedwede sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Wenn er meint, das mit Unterstellungen und persönlichen Verunglimpfungen ersetzen zu können, fände ich das sehr schade.

Leserbrief von Anneliese Panzer aus Tröstau.

Sie meint ein Symposium wäre nicht notwendig, weil die Tröstauer Grundbesitzer das Projekt ablehnen.

Der größere Teil des Projektesvorschlags bezieht sich auf Wunsiedler Stadtgebiet. Tröstauer Gemeindegebiet betreffen lediglich die größeren Varianten. Tröstauer Gebiet wurde von Anfang an nur deshalb in die Überlegungen einbezogen, weil es immer der Wunsch von Bürgermeister Martini war, dass das geschieht.

27. Oktober 2008

Der Gemeinderat von Tröstau hat eine Entscheidung zum Wunsiedler See für das Gebiet der Gemeinde Tröstau getroffen, die zu akzeptieren und nicht weiter zu hinterfragen ist.

Relativiert ist der Beschluss nach Zeitungsbericht durch die Formulierung "in der jetzt vorliegenden Form". Das könnte ein Hintertürchen sein, das sich die Gemeinderäte offen halten wollen, wenn in Zukunft genauere Planungen vorliegen sollten.

Unzutreffend war die Diskussion des Gemeinderates (sofern der Zeitungsbericht das korrekt wiedergibt), bei der Annahme, der See würde Ufermauern aufweisen, die in Leupoldsdorf 20 Meter hoch wären. Der von mir gemachte Projektvorschlag sieht, außer vielleicht an der Engstelle in Furthammer, an keiner Stelle Ufermauern vor. Unter steilen Ufern zeigen alle meine Darstellungen und Beispielbilder Uferlandschaften, wie wir sie von stillgelegten Steinbrüchen oder von anderen Pumpspeicherseen (z.B. Schluchsee im Südschwarzwald) kennen. Auch sind steile Ufer als Vorschlag zu sehen. Im Abschnitt "alternative Ufergestaltung" werden auch andere Möglichkeiten aufgezeigt.

Völlig neben der Realität ist allerdings die mit dem Zeitungsbericht abgedruckte Bildmontage des Gemeinderats Peter Hofweller. Dieses zeigt nicht Tröstauer, sondern Schönbrunner Gebiet.

In eine Aufnahme von Schönbrunn bei Sonnenschein wurden in äußerst dilletantischer Art und Weise eine Wasserfläche und ein Steilufer montiert, die mit dem Wunsiedler See und meinen Vorschlägen zur Ufergestaltung überhaupt nichts zu tun haben:

  1. berücksichtigt er überhaupt nicht die Höhenverhältnisse, mit denen das Ufer an die bestehende Landschaft anschließt.

  2. verwendet er Gesteinsmuster und Strukturen, die so nicht angetroffen werden und so auch keine Stabilität bieten würden.

  3. zeigt das Bild vor den Häusern der Schönbrunner einen um ca. 20 Meter abgesenkten Wasserspiegel. Vorgesehen sind maximal sieben Meter.

  4. passen die düstere Farbe der dargestellten Wasserfläche und des Ufers überhaupt nicht zu den sonnigen Lichtverhältnissen der Ortschaft.

  5. vermittelt der viel zu große Wellenschlag der einmontierten Wasserfläche einen kleinen künstlichen See in einer Modelllandschaft.

  6. die Seezugänge und die schwimmenden Straßen und Inseln aus meinem Projektvorschlag werden nicht einmal angedeutet.

  7. ...

Ein Gefühl für die tatsächlichen Verhältnisse vermag diese Darstellung  nicht zu vermitteln. Bestenfalls ist sie geeignet, Vorurteile und Ängste bei Leuten zu schüren, welche durch die zum Teil unsachlich und überspitz geführte Diskussion verunsichert sind. Dieses Bild kann nur als weiterer unsachlicher Beitrag gewertet werden.

Schade wäre es, wenn die Vorstellung, die dieses Bild des Gemeinderates Peter Hofweller vermittelt einen Einfluss auf die Entscheidung des Tröstauer Gremiums gehabt haben sollte.

Hinweis auf eine weitere Veranstaltung des Bund Naturschutz.

 

29. Oktober 2008

Leserbrief von Herrn Siegfried Nothaft aus Bernstein. Er saß früher einmal für die Partei der Republikaner eine Periode im Wunsiedler Stadtrat.

Herr Nothaft scheint mit der Tonart, die er anschlägt, den Herrn Professor Schöffel noch überbieten zu wollen. Die Anschuldigungen, die er vorbringt basieren auf falschen Aussagen aus dem Leserbrief des Herrn Professors vom 24.10.2008. Auf eine Stellungnahme dazu verzichte ich.

 

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