Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dipl.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

    MailTo: matthias.popp@t-online.de

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Presseberichte, Leserbriefe und einige Anmerkungen

August 2008

02. August 2008

Leserbrief (Nr. 2) von Herrn Albin Braun aus Breitenbrunn.

Von den angeblich von Bürgermeister Beck und mir (Matthias Popp) in Furthammer vorgestellten und angepriesenen Pumpspeicherkraftwerken aus Tirol ist mir nichts bekannt. Wie der Schreiber des Leserbriefs zu dieser Behauptung gelangt, ist mir ein Rätsel.

Dass Pumpspeicher nicht mehr Strom erzeugen können, als vorher in sie eingespeichert wurde ist selbstverständlich. Hier wiederholt der Leserbriefschreiber einen bereits zwei Monate vorher durch Herrn von Malschitzky aufgezeigten Sachverhalt. Wie bereits dort ausführlich erklärt, hat ein Speicher auch nicht die Aufgabe Strom aus Primärenergie zu erzeugen.

Wiederholung der Erklärung aus dem Abschnitt:

Aufgabe von Energiespeichern im Stromnetz

Trotzdem wird die Verwendung eines Speichers zu einer Reduzierung der zu erzeugenden Strommenge führen.

Ein sehr anschauliches Beispiel ist der Einsatz von Hybridfahrzeugen (welche gerade von umweltbewussten Personengruppen als vorbildliche Entwicklungen angepriesen werden). Diese Fahrzeuge haben einen Stromspeicher (Akkumulator, auch Batteriesatz genannt) an Bord, der auf die Energieanforderungen eines Fahrzeugs bezogen genau das leistet, wie ein Pumpspeicher in der großen Stromwirtschaft.

Der Hybridbetrieb vermeidet die Vernichtung überschüssiger Energie durch Bremsen (was die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in verlorene Wärme überführt). Statt dessen wird Bewegungsenergie zur Aufladung des Akkumulators verwendet (was die Bewegungsenergie in chemisch gebundene Energie überführt). Diese chemisch gebundene Energie kann anschließend wieder in Strom umgewandelt und zum Antrieb des Fahrzeugs verwendet werden. Auch dieser Prozess hat einen ähnlichen Wirkungsgrad wie ein Pumpspeicher. Zwanzig bis dreißig Prozent der beim Laden des Akkus eingesetzten Energie gehen verloren.

Ohne diese Technik wären 100% verloren!

Trotz dem ein Hybridfahrzeug (wegen der mitgeführten Batterien) schwerer ist als ein rein mit Verbrennungsmotor betriebenes Fahrzeug, kann es bei einem Betrieb mit häufigen Lastwechseln sparsamer betrieben werden. Mit häufigen Lastwechseln haben wir es auch bei der Stromversorgung zu tun. Die Windkraft als Erzeugungsquelle mit ihren extremen Schwankungen tut ihr übriges dazu, dass Speicher notwendig sind um die Erzeugung an den Bedarf angleichen zu können.

Man kann sich das so vorstellen, als hätte man einen Motor, der nicht ordentlich läuft. Einmal bringt er volle Leistung, dann fällt er wieder ab, spuckt und stottert, plötzlich entfaltet er wieder die Leistung. Früher gab es Autos, die manchmal solche Zicken machten. Würde dieser unrund laufende Motor einen Akku speisen und der wiederum über Elektromotor das Fahrzeug antreiben (das ist ein Hybridantrieb), dann könnte trotz unpassender Leistungsentfaltung des Motors ganz normal gefahren werden. Genau das ist die Herausforderung, vor die uns die Windkraft mit zunehmendem Einsatz in der Stromwirtschaft stellt.

Die Aussage des Herrn Braun, man könnte ein Atomkraftwerk abstellen, wenn man drei Pumpspeicher nicht baut, ist deshalb grotesk verkehrt. Das Gegenteil ist der Fall. Erst durch Schaffung von Speichern ist es verantwortbar und technisch möglich, berechenbare Stromerzeugungsformen wie Atom-, Kohle-, Gas- und Heizölkraftwerke durch fluktuierende Erzeugungen wie Windkraft, Sonne und Gehzeiten zu ersetzen. Andernfalls (und das ist heute in hohem Umfang der Fall), bauen wir zu jedem Windrad ein Gaskraftwerk als Ersatzkapazität für Flautezeiten. Überkapazitäten, die an Starkwindtagen auftreten, können damit aber nicht genutzt bzw. nur verschleudert oder vernichtet werden. Dass wir uns über die Windkraft von Öl- und Gaskartellen abhängig machen kann ja wohl nicht ernsthaft unser Ziel sein. Und dass wir unser Land so mit Windrädern überbauen, dass der Strom selbst an Flautetagen noch ausreicht, wird auch nicht funktionieren.

Während der Hitlerdiktatur gelang es den Stadtvätern Wunsiedels das Felsenlabyrinth der Luisenburg vor einem Abbau der Felsblöcke zur Errichtung von Monumentalbauten für das Dritte Reich zu bewahren. Dieses Schutzgebiet umfasst den wirklich einmaligen und sensationellen Bereich  des Labyrinths. Außerhalb dieses geologischen Naturspektakels wurde und wird aber auch im Kösseinegebiet Granit abgebaut. Der Abbau von Gestein war über lange Zeiten auch eine bedeutende Erwerbsquelle für die Menschen unseres Gebietes. Der vorgeschlagene Standort für den Bergsee am Nordhang des Burgsteins verändert an keiner Stelle Geländeformationen, die besonders landschaftsprägend oder einmalig wären. Die in diesem Zusammenhang angeführten Argumente des Herrn Braun können nicht ernst gemeint sein.

05. August 2008

Bericht zu einer Presserklärung von Stadtrat German Schlaug.

Es erscheint mir Wunschdenken zu sein, man könnte dieses Projekt, nachdem es an die Öffentlichkeit gelangt war, wie von Herrn Schlag gefordert, im stillen Kämmerlein weiterentwickeln. Herr Schlaug fordert Verschwiegenheit. Andere fordern genau das Gegenteil, nämlich mehr Information und offene Diskussion. Dieser Konflikt wird sich nie auflösen lassen. Jedes Argument wird sein Gegenargument finden. Die öffentliche Diskussion sollte als Bereicherung und nicht als Belästigung gesehen werden. Sie führt dazu, dass viel mehr Argumente in die Betrachtung und Untersuchung des Projektes einfließen, als es der Fall wäre, wenn alle abwarten würden und irgendwann ein Ergebnis präsentiert würde. Anders vermag ich die Intention des Herrn Schlaug nicht zu interpretieren.

Zu meiner "Ingenieurskunst", die Herr Schlaug offensichtlich in Frage stellt, möchte ich nur sagen, dass unser Land mir eine ausgezeichnete Ausbildung bot, in die unser Gemeinwesen viel Geld investiert hat. Sie umfasst die Planung derartiger Projekte. Von Fachleuten aus dem Ingenieurwesen, die sich mit meinem Projektvorschlag auseinandersetzten, werden meine Aussagen bestätigt. Die Diskussion dieses Projektes wäre längst beendet, wenn der ausführlich erläuterte Vorschlag fachlich widerlegbare Aussagen enthielte.

Die von Herrn Schlag aufgegriffene Befürchtung einer Betonwanne im Tal der Röslau zeigt, dass Ängste verbreitet sind mit völlig unzutreffenden Vorstellungen von der Ausführung des Wunsiedler Sees.

Viele künstlich angelegte Seen haben Tiefensperren aus Beton, um unterirdische Wasserabflüsse und negative Einflüsse auf den Grundwasserhaushalt der Umgebung zu vermeiden. Zum Beispiel umgibt den Altmühlsee bei Gunzenhausen in der Mitte des Dammes eine tief reichende Betonwand. Zu sehen ist davon überhaupt nichts. Niemals käme jemand auf den Gedanken, dort von einer Betonwanne zu sprechen. Ob und in welchem Umfang derartige Maßnahmen (von denen man ebenfalls nichts sehen würde) bei uns notwendig sein werden, muss genaueren Untersuchungen vorbehalten bleiben, falls nach der Machbarkeitsstudie das Projekt weiter verfolgt wird.

06. August 2008

Leserbrief  (Nr. 1) von Herrn Gerhard Keltsch aus Wunsiedel.

Er greift den Gedanken auf, dass der Mensch seine Umwelt schon immer verändert hat.

07. August 2008

Leserbrief von Herrn Reiner Tröger aus Röslau.

Er setz sich umfassend mit den Protesten gegen den Bau des Brombachsees und des Fränkischen Seenlands auseinander und stellt fest, dass im Nachhinein alle profitieren und zufrieden sind.

Eigene Anmerkung:

Ähnliches ist auch von der Errichtung des Untreusees in Hof oder vom Weißenstädter See bekannt. Letzterer schmückt als größte künstlich angelegte Wasserfläche unseres Landkreises sogar die Titelseite des Internetauftritts der Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund Naturschutz. Angesichts dieser Sachverhalte muss man sich wirklich fragen, ob diese Leute wirklich aus purer Angst vor Veränderung als Speerspitze des Widerstandes gegen ein Projekt auftreten, das zumindest energiewirtschaftlich das allerhöchste Interesse dieser Bewegungen genießen müsste. Oder geht es diesen Leuten in Wirklichkeit um ganz etwas anderes? Warum fordern sie nicht den Rückbau der geschaffenen Seen? Würden sie womöglich auch dagegen protestieren?

13. August 2008

Leserbrief (Nr. 1) von Herrn Joachim Kraus aus Schönbrunn.

Er gibt zu Bedenken, dass es Seeanlieger geben wird, die sich jahrelangen Baulärm gefallen lassen müssten, so wie Schäden und Nachteile an ihren Häusern.

Unbestritten ist, dass der Aushub des Sees eine (je nach Größe) mehrjährige Bauzeit erfordern wird. Diese Baustelle wird aber wandern. Wirklich nahe an einem Anwesen werden sich die ggf. lärmenden Bautätigkeiten in einem begrenzten Zeitraum abspielen. Sobald der Boden in diesem Bereich ausgehoben ist, ziehen die Baumaßnahmen weiter. Große Baustellen, die ständig innerhalb von Ortlagen durchgeführt werden und ähnliche Zeiträume beanspruchen, werden auch in Kauf genommen. Veränderungen erfordern ganz einfach auch Baumaßnahmen.

Wie bei jedem anderen Bauprojekt auch, ist dafür Sorge zu tragen, dass keine Schäden an den Häusern der Anlieger auftreten. Sollte das im Einzelfall trotzdem passieren, dann ist das ganz klar zu entschädigen und so wiederherzustellen, dass dem Anlieger kein Nachteil entsteht. Auch sollte bedacht werden, dass an allen derartig geschaffenen Seen eine Wertsteigerung für die Anliegergrundstücke eintritt.

Herr Kraus vermisst in der bisherigen Debatte den Gedanken der Energieeinsparung und stellt sich sogar die Frage, ob das Projekt nicht zur Stromverschwendung animieren könnte.

Energieeinsparung - in unserem Fall, die Verringerung von Stromverbrauch - wird permanent betrieben, was den Verbrauch einzelner Geräte betrifft. Energiesparlampen, Öko-Waschprogramme und viele Erfindungen sorgen für eine stetige Verringerung des Stromverbrauches bei bekannten Anwendungen. Allerdings werden mit hohem Tempo immer neue Erfindungen als Produkte angeboten, welche in unsere Haushalte einziehen und Verbrauch verursachen, den es vorher gar nicht gab. Wären wir nur in der Anzahl mit elektrischen Geräten ausgerüstet, wie vor 50 oder 100 Jahren aber mit neuzeitlicher Technik, dann würde das heute nur einen Bruchteil des damaligen Stromverbrauchs auslösen. Falls Herr Kraus meint, die Menschheit solle aufhören, neue Erfindungen zu machen, dann würde er damit gerade unserem Land ganz schnell die Grundlage unseres Wohlstandes entziehen.

Nach meiner Auffassung geht es nicht darum, wie viel Strom wir verbrauchen (das regelt ganz einfach der Preis), sondern wie wir diesen Strom produzieren. Genau das sollte nachhaltig, möglichst ohne das Verfeuern fossiler Brennstoffe und ohne eine Veränderung unserer Atmosphäre geschehen. Windräder und Solartechnik in Kombination mit Speichern sind bekannte Techniken, die das leisten können.  Den besten Wirkungsgrad haben dabei Pumpspeicher. Einsparungen können dazu beitragen, dass wir dieses Ziel schneller erreichen. Egal auf welches Niveau sich der Stromverbrauch einpendeln wird gilt jedoch: Je besser sich die schwankende Erzeugung über Speicher ausgleichen lässt, desto weniger Überkapazität an Erzeugungseinheiten (Windrädern, Gaskraftwerken) muss aufgebaut werden.

Weiter behauptet Herr Kraus, der Brombachsee habe einen nahezu konstanten Wasserspiegel. Diese Aussage ist falsch. Der Brombachsee ist auf eine Pegelschwankung von sieben Metern ausgelegt. Die Bilder in diesem Internetauftritt im Abschnitt "Bilder anderer Seen" zeigen, dass dies beim Brombachsee auch tatsächlich stattfindet. Eine Beeinträchtigung der Freizeitnutzung geht davon nicht aus. Das beweisen auch viele andere Seen mit Pegelschwankung.

Persönlich halte ich es für viel gravierender, wenn ein See mit jahreszeitlichen Pegelschwankungen über lange Zeiträume abgesenkt ist, als wenn bei einem Pumpspeichersee, der Wasserstand während der hauptsächlichen touristischen Nutzung am Nachmittag immer wieder an seinen oberen Stand gelangt. Ebbe und Flut schreckt niemanden ab, ans Meer zu gehen. Die Pegelschwankungen eines Pumpspeichers finden in einem ähnlichen Rhythmus statt. Es gibt keinen logischen Grund, der eine Freizeitnutzung einschränken sollte. Im übrigen geschähen im Wunsiedler See die Absenkung und der Anstieg des Wasserstandes so langsam (maximal 0,3 Millimeter pro Sekunde), dass man schon über längere Zeit genau hinsehen muss, um es überhaupt zu bemerken.

Zu den von Herrn Kraus befürchteten Grundwassereinbrüchen in benachbarten Häusern habe ich im Abschnitt "Abdichtung des Talsees" ausführlich Stellung genommen.

15. August 2008

Leserbrief von Wolfgang und Petra Purucker aus Tröstau.

Dieser Leserbrief befasst sich erstmals damit, dass der Projektvorschlag zum See im Röslautal bei den größeren Varianten auch Tröstauer Gemeindegebiet umfasst.

Dazu ist anzumerken, dass darüber von Anfang an der Tröstauer Bürgermeister Heinz Martini in Kenntnis gesetzt wurde. Das geschah Monate vor der ersten Veröffentlichung in der Presse. Auch bestand von Anfang an, ab dem Zeitpunkt an dem sich der Wunsiedler Stadtrat mit dem Projekt befasste, das Angebot, den Tröstauer Gemeinderat zu informieren. Dieses Angebot wurde erst viel später, Anfang Oktober 2008 aufgegriffen, nachdem es darum ging, in Vorbereitung auf das Symposium zusammenfassende Unterlagen für die Träger Öffentlicher Belange anzufertigen. Am Ende dieser Informationsveranstaltung des Gemeinderats war es der Wunsch von Bürgermeister Martini, dass das Gemeindegebiet von Tröstau in diesen Unterlagen berücksichtigt werden solle. Es gehe dabei ja überhaupt nicht um die Frage, ob das Stauseeprojekt verwirklicht wird, sondern nur darum, ob eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll, die der Gemeinde Tröstau nichts koste und keine Vorentscheidung darstellt. Die Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden, haben ja einen Wert, egal ob später eine Umsetzung erfolgen wird oder nicht.

Weiter sehen die Autoren des Leserbriefs die Existenzgrundlage vieler Bauern gefährdet.

Klar ist, dass mit dem See erhebliche landwirtschaftliche Flächen in Wasserflächen, aber auch in Uferbereiche, Ausgleichsflächen und mögliche Zwischenlager für Gesteinsabbau und Bodenaushub umgewandelt werden. Das können je nach Größenvariante 200 Hektar und mehr werden. Wenn man davon ausgeht dass die Untergrenze für einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb in unserem Gebiet bei 50 Hektar liegt, würde das bedeuten, dass mit Umsetzung des Seeprojektes sich für bis zu fünf Betriebe die Möglichkeit eröffnen würde, in die Stilllegung zu gehen. Dass das für die betroffenen Unternehmer durchaus eine Chance sein kann, weil für die Grundstücke Preise erlöst werden könnten, die ohne dieses Projekt niemals gezahlt würden, sollte bedacht werden. Auch über ein Angebot zur Beteiligung der Grundeigentümer an dem Kraftwerksprojekt könnte nachgedacht werden. Dies würde den betroffenen Landwirten interessante Möglichkeiten eröffnen, neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Der See ermöglicht zudem das Entstehen einer Erwerbsfischerei. Dieser neue Wirtschaftszweig könnte den Wegfall der landwirtschaftlichen Erwerbsmöglichkeiten kompensieren. Das Projekt soll nicht Sieger und Verlierer hervorbringen, sondern zu einem Gewinn für alle Beteiligten und Betroffenen führen.

 

20. August 2008

Leserbrief von Frau Kornelia Behrendt aus Schönbrunn.

Neben längst vorgetragenen Bedenken und Übertreibungen (10 Meter tiefes Loch vor dem Wohnzimmer) sowie Verwendung des Begriffes Horrorvision enthält dieser Leserbrief keine neuen Argumente.

Leserbrief (Nr. 2) von Herrn Kimon Neusser.

Außer, dass Herr Neusser eine Machbarkeitsstudie verhindern will und unsachlicher Polemik gegen meine Person, enthält der Leserbrief keine neuen Argumente.

 

21. August 2008

Presseerklärung der Bürgerinitiative gegen das Pumpspeicherprojekt im Röslautal.

Genau das Gegenteil der Presseerklärung des Herrn Schlaug vom 05. August 2008 wirft mir nun die BI vor. Schlaug forderte Zurückhaltung und weniger öffentliche Diskussion, die BI fordert mehr davon und wirft mir vor, die öffentliche Diskussion unterdrücken zu wollen. Man sieht: es allen recht zu machen ist eine Kunst, die niemand kann. Der Vorwurf, ich würde die öffentliche Diskussion verhindern, kann aber wohl nicht ernst gemeint sein.

Jederzeit stand und stehe ich für Informationsveranstaltungen für Anlieger und die Öffentlichkeit aber auch für interessierte Vereine und Gruppen zur Verfügungen. Dieser Internetauftritt wurde von mir als umfassende Informationsplattform geschaffen, um alle Projektüberlegungen möglichst transparent und nachvollziehbar darzustellen. Die Leute, die diese Vorwürfe erheben, sollten sich bewusst machen, dass wir nach wie vor lediglich über einen Vorschlag sprechen, für den es noch nicht einmal einen Projektträger gibt. Es dürfte einmalig sein, dass sich eine derart heftige Diskussion und sogar eine Bürgerinitiative allein um eine in den Raum gestellte Idee entwickelt hat. Der Vorwurf, ich wolle keine öffentliche Diskussion geht auch deshalb ins Leere, weil ich immer dargelegt habe, dass die stattfindende Diskussion wichtige und wertvolle Fragen aufwirft, die beim Symposium und bei der Machbarkeitsstudien beachtet werden müssen.

Die Aufgeregtheit der Diskussion, wie sie die BI-Sprecher vortragen, kann ich allerdings in der Tat nicht nachvollziehen. Erst wenn mit einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen wird, dass das Projekt überhaupt genehmigungsfähig sowie sinnvoll und gewinnbringend für die Region ist, wird man sich überlegen, ob einer Umsetzung näher getreten wird.

Sich jetzt hinzustellen und zu fordern, wir wollen das alles gar nicht wissen, halte ich für eine sehr kurzsichtige und einseitige Handlungsweise. Wenn sich die BI-Vertreter sicher sind, dass es zu keiner Umsetzung des Projektes kommen wird, dann brauchen sie doch auch vor einer Machbarkeitsstudie keine Angst zu haben.

Leserbrief (Nr. 1) von Herrn Armin Braun, einem Sprecher der Bürgerinitiative.

Ihm geht es um Kosten der Informationsveranstaltungen in Furthammer und in der Fichtelgebirgshalle. Da die Stadt Wunsiedel dazu einlud, hat sie selbstverständlich auch die Kosten dafür getragen.

Um Fehlspekulationen vorzubeugen sei angemerkt, dass mir weder für die Vorträge, noch für die Öffentlichkeitsarbeit mit dem Internetauftritt von irgend einer Seite ein Honorar bezahlt wird.

Leserbrief von Herrn Helmut Käferstein aus Helmbrechts.

Er verdeutlicht zum wiederholten Male, dass sporadisch verfügbare Windkraft nur in Verbindung mit Energiespeichern für die Versorgung einer Volkswirtschaft geeignet ist. Ohne Speicher kann Windkraft niemals Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen.

22. August 2008

Leserbrief von Frau Sigrid Wunschel aus Tröstau.

Sie kritisiert, dass Landrat Dr. Karl Döhler das Pumpspeicherprojekt als Ergänzung der alternativen Energien unterstützt. Sie spricht von einer Zerstörung des Röslautals. Dass dort, wie zum Beispiel in Weißenstadt, ein attraktiver See entstehen wird, blendet sie vollkommen aus.

23. August 2008

Presseerklärung von Bürgermeister Karl-Willi Beck zu den von der BI am 21. August erhobenen Vorwürfen und Fragen.

25. August 2008

26. August 2008

Keine fachlich neuen Argumente enthält dieser Bericht über eine BI-Versammlung in Furthammer. Statt sachlicher Kritik setzt man sich verstärkt mit meiner Person auseinander, kritisiert einzelne Aussagen von mir und empört sich darüber, dass ich trotz dieser Kritik nicht aufhöre, um Verständnis für diesen Projektvorschlag zu werben.

Meine Befürchtung ist, dass viele Leute bei der BI unterschrieben haben, weil ihnen eine völlig falsche Information über Aussehen, Ausführung und Bedeutung des Projektes eingeredet wurde. Allein die bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen Leserbriefe zeigen, dass viele Missverständnisse und falsche Vorstellungen in der öffentlichen Diskussion vorherrschen.

So wurde mir zum Beispiel zugetragen, dass mit einer Stellungnahme des energiepolitischen Sprechers des Bund Naturschutz, Herrn Dr. Trautmann-Popp um Unterschriften geworben wurde. Dieses Dokument wurde auch mir zugespielt.

Ich erlaube mir, dieses Schreiben hier abzudrucken, weil damit die Argumentation der Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund Naturschutz von vornherein auf falschen Grundlagen erfolgt:

Herr Dr. Trautmann-Popp ist Physiker. Aufgrund dieser Ausbildung ist davon auszugehen, dass er die technischen Herausforderungen, denen sich unsere Stromwirtschaft bei der Umstellung auf regenerative Erzeugung gegenüber sieht, auch versteht.

Ihn versuchte ich mehrere Tage lang zu erreichen, um mit ihm seine Stellungnahme zu diskutieren. Als es endlich gelang, ihn ans Telefon zu bekommen, machte er mir den Vorschlag, ich solle ihm meine Position zu seiner Stellungnahme schriftlich geben. Er wird mir auf alle Fälle antworten und auf meine Argumente eingehen. Auf diese Absprache hin, sandte ich ihm folgenden Brief per Mail zu:

Sehr geehrter Herr Dr. Trautmann-Popp,

 

vielen Dank für unser heutiges Telefonat, in dem wir erstmals Kontakt miteinander hatten und vereinbarten, zunächst per Email unsere Einschätzungen auszutauschen.

Bezug nehme ich, wie telefonisch besprochen, auf eine Mail von Ihnen an den BN-Wunsiedel-Tirschenreuth (bn.wuntir@gmx.de) vom 07.07.08, welches mir in Abdruck zugeleitet wurde. Darin setzen Sie sich mit einem Frankenpostartikel "Die Vision vom See" vom 16. Mai 2008 auseinander.

 

(1) In Ihrem ersten Satz an den Herrn Karl Paulus setzen Sie dieses Pumpspeicherwerk auf eine Stufe mit allen umweltzerstörenden Anlagen, für die mit völlig falschen Slogans geworben wird.

(2) Völlig korrekt erklären Sie anschließend, dass es sich bei einem Pumpspeicherwerk um keine Anlage zur Energieerzeugung handelt und diese Technik deshalb auch nichts mit erneuerbaren Energien zu tun hat. Sie räumen ein, dass so eine Anlage sehr lukrativ ist, indem sie "billigen", überschüssigen Strom aufnimmt und ihn zeitversetzt in Spitzenlastzeiten zu Spitzenpreisen wieder abgibt.

(3) Bei dieser Aussage führen Sie jedoch an, dass es sich dabei um extrem umweltschädlich erzeugten Braunkohle- und Atomstrom handelt.

(4) Technisch korrekt beschreiben Sie die wirkungsgradbedingten Verluste eines Pumpspeichers in der gegebenen Größenordnung.

(5) Sie bezweifeln die Eignung des Untersees als Freizeitgewässer.

(6) Sie geben an, Pumpspeicherwerke hätten mit dem Leistungsausgleich erneuerbarer Energien nichts zu tun. Gleichwohl bestätigen Sie die Notwendigkeit dieses Leistungsausgleichs, welcher auf andere Weise gelöst werden muss. Darauf, wie das geschehen könnte oder müsste, gehen Sie nicht ein.

(7) Durch das hinter dem Damm aufgestaute Wasser sehen Sie eine große Bedrohung Wunsiedels, welche die ganze Stadt überschwemmen würde. In diesem Zusammenhang geben Sie den Hinweis, dass Erdbebenwahrscheinlichkeiten und der von dem See ausgehende Wasserdruck einer genauen Prüfung zu unterziehen sind.

 

Zum jetzigen Stand der Diskussion dieses Projektes halte ich es für wenig zielführend, wenn wir nun versuchen, diese Einzelaussagen gegenseitig zu zerpflücken. Vielleicht kann unsere Diskussion viel mehr erreichen, wenn wir zunächst versuchen gegenseitig zu verstehen, warum wir in einigen Punkten unterschiedliche Auffassungen vertreten. Deshalb halte ich es für wichtig, dass wir, so gut es uns gelingt auf vorverurteilende Wertungen verzichten und sachlich und für die andere Seite nachvollziehbar argumentieren.

In diesem Sinne versuche ich nun, ihren Aussagen meine Auffassung gegenüber zu stellen.

 

(1) Das in Wunsiedel vorgeschlagene Pumpspeicherprojekt führt zu einer erheblichen Steigerung der Biodiversität, sowohl im Talraum als auch um den Bergsee. Je nach Größe des Projektes werden die Bodenaufschlüsse der Uferzonen und die Landschaften, die durch die Dämme modelliert werden zwischen 30 und 70 Hektar wertvollen Naturraum aus Flächen entstehen lassen, auf denen derzeit Land- und Waldwirtschaft betrieben wird. Viele vergleichbare Bodenaufschlüsse in unserem Gebiet wurden mittlerweile zu besonders wertvollen Naturschutzzonen erklärt, welche seltene und gefährdete Arten beheimaten. Pumpspeicher, so wie für Wunsiedel vorgeschlagen, sind keine Umweltzerstörung sondern eine absolute Naturbereicherung.

(2) Strom muss immer genau in dem Moment erzeugt werden, in dem er gebraucht wird. Das ist mit vielen Kraftwerken nicht, oder nur unter Inkaufnahme großer Verluste möglich. Bedarfsangepasste Stromerzeugung bei vertretbaren Wirkungsgraden funktioniert gut mit hochwertigen Primärenergien wie Erdgas und Erdöl, nur eingeschränkt mit Kohle. Von diesen konventionellen Kraftwerken, die CO2 emittieren und zum Teil preisexplodierende, zur Neige gehende Rohstoffe verheizen, wollen wir uns aber verabschieden. Der Ausstieg aus der Kernkraftnutzung ist beschlossen. Bei Ausklammerung der Investitions- und Betriebskosten schenkt uns die Natur kostenlosen Windstrom - wenn der Wind bläst und kostenlosen Solarstrom - wenn die Sonne scheint. Über Energiespeicher kann eine regenerative Stromerzeugung auf die Nachfrage abgestimmt werden, wenn es gelingt, die Durchschnittsmenge, des Strombedarfs regenerativ zu erzeugen. Pumpspeicher können die unter solchen Voraussetzungen zeitweise stattfindende Überproduktion aufnehmen und in Zeiten zu geringer regenerativer Stromerzeugung zurückliefern.

(4) Die Pumpspeicherung ist dabei die bewährteste Energiespeichertechnik mit dem höchsten Wirkungsgrad, die größte Energiemengen aufnehmen kann. Diskutierte Alternativen zu dieser Art der Energiespeicherung, wie riesige Druckluftkavernen tief unter der Erde, Akkumulatoren oder die Produktion von Wasserstoff mit zeitversetzter Verstromung erreichen nicht annähernd den Wirkungsgrad von Pumpspeichern. Sie produzieren also ein Vielfaches an Energieverlusten und sind mit Ausnahme der Druckluftkavernen um Größenordnungen teuerer in der Herstellung und viel schneller verschlissen als Pumpspeicher.

(3) Ein Ausstieg aus den umweltkritischen Formen der Stromerzeugung ist nur verantwortbar, wenn die fluktuierende Form der regenerativen Stromerzeugung mit Speichern so abgesichert wird, dass der Strom bei Bedarf geliefert werden kann.

(5) Zahlreiche Beispiele, wie Trausnitz, Happurg, Waldeck oder der Schluchsee im Südschwarzwald beweisen dass Pumpspeicherseen willkommene Freizeitgewässer sein können. Der Wunsiedler See, der von vornherein auch im Hinblick auf diesen Aspekt konzipiert wird, wird sich besonders gut als Freizeitsee eignen, weil er auf seiner gesamten Fläche immer eine ausreichende Mindestwassertiefe aufweisen wird. Da das Pumpspeicherwerk Wunsiedel unter kommunaler Verantwortung entstehen soll, ist das Interesse an dieser Art der Nutzung auch zentraler Bestandteil aller Planungen.

(6) Pumpspeicher sind der ideale Partner zu Windkraftanlagen. Heute gibt es sehr viele Gaskraftwerke, die jederzeit in der Lage sind, fehlenden Windstrom auszugleichen. Bei wechselnden Windverhältnissen laufen diese im Stand-by Betrieb mit, um Erzeugungs- und Bedarfsschwankungen jederzeit ausgleichen zu können. Bei Flaute muss die gesamte Erzeugungskapazität mit fossilen Energieträgern ersetzt werden. Bei Orkanwetterlagen gehen die Windkraftwerke in Notabschaltung. Auch in dieser Situation liefern sie keinen Strom. Wesentlich nachhaltiger als uns durch die Windkraft in eine Abhängigkeit von Erdgas und Erdöl zu manövrieren, wäre die Schaffung von Pumpspeichern. Das würde Wirtschaftskreisläufe bei uns in Gang setzen, zu Arbeitsplätzen im eigenen Land führen und Abhängigkeiten von Gas- und Ölkartellen vermeiden. 

Dezentrale Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung wären beim derzeitigen Zustand vieler unserer Gebäude absolut sinnvoll, um den Wirkungsgrad beim Verbrauch fossiler oder aus Biomasse gewonnener Energieträger zu steigern, indem die Abwärme zur Heizung genutzt wird. Zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen bei der Wind- und Sonnenstromerzeugung sind diese Anlagen aber kaum geeignet. Ihr Betrieb ist nur dann wirklich nutzbringend, wenn sowohl die Wärme als auch der Strom benötigt werden. Im Sommer dürfte die Wärme-Kopplung deshalb überwiegend nichts bringen. Im übrigen ist die Vermeidung von Wärmeverlusten, z.B. durch gute Isolierung immer noch einer wirkungsgradoptimierten Wärmeproduktion vorzuziehen. Ziel sollte es sein, Strom weder aus fossilen noch aus mit Biomasse gewonnenen Energieträgern zu erzeugen.

Unsere Lebensgewohnheiten darauf einzustellen, dass wir dann in die Firmen und an die Arbeitsplätze gehen, dann kochen und Waschen, wenn der Wind bläst und die Sonne scheint und wir dann unsere Freizeit ohne Stromverbrauch nehmen, wenn trübes, windstilles Wetter ist, sollte nicht unser Ziel sein.

(7) Der Hinweis mit der Erdbebenwahrscheinlichkeit ist sehr wichtig und gründlich zu überprüfen. Bei einem Bau der Stauwerke ist alles zu unternehmen, um in dieser Beziehung für maximale Sicherheit zu sorgen. Dass ganz Wunsiedel überschwemmt werden könnte ist aber nicht zutreffend, denn Wunsiedel liegt bis auf ganz wenige talnahe Bereiche zum allergrößten Teil weit oberhalb von 540 Metern (dem Höchststauziel des Untersees). Eine reale Gefahr besteht vielmehr bei nicht vorhandenem Wunsiedler See, wenn bei großen Hochwässern die Röslau im Stadtgebiet über ihre Ufer tritt, was immer wieder einmal vorkommt. Durch Überschwemmungen auch aus Seitentälern der Röslau (Krugelsbach, Röhrberg, Siechenbach, Tannenreuth) hatte Wunsiedel immer wieder zum Teil erhebliche Probleme. Zuletzt gab es im Jahr 2002 drei Überschwemmungen der Innenstadt. Am Krugelsbach, einem kleinen Seitental der Röslau, soll deshalb im Jahr 2009 extra ein Hochwasser-Schutzdamm gebaut werden. Von Schädigungen durch Erdbeben ist mir in Wunsiedel nichts bekannt.

 

Sehr geehrter Herr Dr. Trautmann-Popp, ich habe versucht, mich intensiv mit Ihren Argumenten auseinander zu setzten und komme zu einer gänzlich anderen Beurteilung des Projektes. Nun kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie Sachverhalte in Ihre Überlegungen einbezogen haben, die mir einfach nicht bekannt sind. Deshalb sehe ich Ihrer Antwort mit Spannung entgegen. Ausführlicher, auch bezüglich weiterer Aspekte und mit Bildern, Zeichnungen und Links zu anderen Quellen untermauert, erkläre ich das Pumpspeicherprojekt auf der Website www.psp.poppware.de.

Es würde mich sehr freuen, wenn wir dazu in einen konstruktiven Dialog eintreten könnten.

 

Mit freundlichen Grüßen aus der Festspielstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge,

 

Matthias Popp

Schönbrunn-Burgstraße 19

D-95632 Wunsiedel

Leider, und obwohl ich mehrfach telefonisch bei Dr. Trautmann-Popp nachhakte, bekam ich trotz seiner Zusagen bis heute auf dieses Schreiben keine Antwort.

Ich gehe davon aus, dass er gemerkt hat, dass sich seine Argumentation nicht als tragfähig erweisen wird.

Wenn man bedenkt, dass die Stellungnahme des Herrn Dr. Trautmann-Popp  wahrscheinlich die Grundlage des Agierens der Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund Naturschutz ist, dann halte ich es für sehr bedenklich, wenn mit fachlich nicht haltbaren Argumenten Unterschriften gegen ein Projekt gesammelt werden.

Dieses Schreiben bewog Herrn Paulus, den Kreisgeschäftsführer des Bund Naturschutz zu folgender vorläufigen Stellungnahme, die mir ebenfalls zugespielt wurde. Auch diese Stellungnahme erlaube ich mir, wiederzugeben:

Karl Paulus fasste in dieser Stellungnahme viele Negativthesen zusammen, die anschließend oder davor in Leserbriefen und Diskussionsbeiträgen schon gebracht wurden. Auf die von ihm angesprochene Möglichkeit einer Eutrophierung des Gewässers gehe ich im Kapitel "Natur und Landschaft" dieses Internetauftritts näher ein. Ansonsten finden sich darin keine Argumente, die nicht schon betrachtet worden wären.

27. August 2008

Stellungnahme des Landratsamtes zum Leserbrief von Frau Sigrid Wunschel.

Der Landrat bittet um Verständnis darum, dass dieser Projektvorschlag nicht vorschnell durch einseitige Sichtweisen verdammt wird. Er bittet darum, Chancen und Risiken in ihrer Gesamtheit abzuwägen, bevor ein Urteil gefällt wird.

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