Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dipl.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

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Presseberichte, Leserbriefe und einige Anmerkungen

Juli 2008

03. Juli 2008

Schon die Überschrift zeigt, dass die regionalen Vertreter des Landesbundes für Vogelschutz von Aktionären als Eigentümern des vorgeschlagenen Pumpspeichers ausgehen. Zum Zeitpunkt der Presseerklärung war den Sprechern offensichtlich nicht bekannt, dass das Wunsiedler See Projekt möglichst in kommunaler Verantwortung entstehen soll, damit genau die positiven Chancen, die das Projekt eröffnet, wie Tourismusentwicklung und Schaffung von Naturschutzzonen auch im Interesse des Betreibers liegen.

Im Übrigen kam es zu diesem Pressetermin, weil der Bezirksvorsitzende des Landesbundes vom Autor des Berichtes zur Abgabe dieser Stellungnahme aufgefordert wurde. Bei meinen (Matthias Popp) Vorinformationsgesprächen mit der Landesebene des LBV in Hilpoltstein wurde mir mitgeteilt, dass der LBV als Grundeigentümer keine Stellungnahme abgegeben wird, solange kein Projektträger vorhanden ist. Erst in einem Raumordnungsverfahren und nach gründlicher Abwägung aller Informationen wird sich der Landesbund dazu äußern, wie er mit seinem Grundstück verfahren wird.

10. Juli 2008

Leserbrief (Nr. 1) von Herrn Albin Braun aus Breitenbrunn.

Herr Braun schreibt, dass mit dem vorgeschlagenen Projekt ein Naturschutzgebiet vernichtet würde. Das trifft nicht zu. Das Projekt befindet sich sehr wohl im Naturpark Fichtelgebirge, jedoch nicht im Bereich eines ausgewiesenen Naturschutzgebietes. Dass das Kösseinemassiv einmalig ist, so wie alle Landschaften dieser Erde, sollte jedoch kein Grund sein, der es verbietet, über eine Änderung der Nutzung dieser einmaligen Landschaft nachzudenken. Davon, dass der Burgstein und der Haberstein, wie der Leserbriefautor befürchtet, mit Stützmauern abgesichert werden müsste, ist allerdings nicht auszugehen. Es handelt sich um ein Gebirge aus festem Granit. Die Uferlinie verliefe ca. 300 Meter nördlich und 60 Meter unterhalb des Burgsteins. Auch die Felsformationen am Haberstein würden nicht angetastet. Die bisher vorgelegten Projektskizzen dürfen nicht als unveränderliche Pläne verstanden werden. Ausführungsplanungen werden später genau berücksichtigen, dass die Felsentürme und die Schönheit der Kammlage des Burgstein- und Habersteingebietes erhalten bleiben. Auch bei Gebäuden wird man Abstände so einhalten, dass eine Gefährdung  ausgeschlossen sein wird.

Ob für die angesprochenen Quellschutzgebiete im weiteren Umkreis des Burgsteinsees eine Beeinträchtigung auftreten kann, ist im Vorfeld dieses Projektes sehr sorgsam zu überprüfen. Sollte dies nicht ausgeschlossen werden können, dann ist vor Maßnahmenbeginn dafür Sorge zu tragen, dass das damit geförderte Trinkwasser durch anderen Quellen ersetzt werden kann.

Dass damit gleich das gesamte ökologische System dieses Gebietes zerstört wird, kann nicht nachvollzogen werden. Dämme und Speicherbecken werden immer wieder, auch in vergleichbaren Mittelgebirgslagen, errichtet. Wichtig erscheint, dass von vorn herein darüber nachgedacht wird, wie sich negative Auswirkungen vermeiden lassen.

Im Röslautal befürchtet der Autor eine Absenkung des Grundwasserspiegels. Wie die Grundwasserverhältnisse im Talraum nach Errichtung des Sees sein werden, wird in hohem Maße von der Ausführung des Baus abhängen. Sicherzustellen wird sein, dass eventuelle Änderungen der Grundwasserverhältnisse keine negativen Auswirkungen auf Gebäude und Grundstücke in der Einflusszone des Sees haben können.

Herr Braun fragt nach den Kosten der Machbarkeitsstudie und mahnt an, dass dafür keine öffentlichen Mittel eingesetzt werden sollten.

Natürlich wäre es einfach, private Investoren aus der Energiewirtschaft für dieses Projekt zu gewinnen, um die Machbarkeitsstudie (bei der es im Übrigen noch nicht um kostenintensive Tiefbohrungen geht) zu finanzieren. Allerdings ist zu bedenken, dass derjenige, der über die Machbarkeitsstudie verfügt, einen riesigen Wissensvorsprung besitzt und alle Fäden in der Hand haben wird, das Projekt zu seinem Vorteil zu entwickeln. Genau deshalb sollte es unser Interesse sein, dass diese Studie federführend durch die Stadt in Auftrag gegeben wird. Die Stadt Wunsiedel als Auftraggeber wird Garant dafür sein, dass unsere öffentlichen Interessen im Vordergrund stehen und bei einer Verwirklichung des Projektes auch die positiven Wirkungen, die davon ausgehen, bei uns ankommen. Sollte die Machbarkeitsstudie ergeben, dass das Projekt doch nicht in der vorgetragenen Art und Weise umgesetzt werden kann, dann wird sie trotzdem einen großen Wert haben und Entwicklungen anstoßen, an die wir derzeit noch gar nicht denken. Verloren werden dafür eingesetzte Mittel auf keinem Fall sein. Im Übrigen geht es bei der Machbarkeitsstudie nicht, wie von Herrn Braun befürchtet, um Millionenbeträge - die Kosten werden sich weit unterhalb dieser Grenze bewegen.

16. Juli 2008

18. Juli 2008

25. Juli 2008

Der Autor des Berichts scheint sich bei der Abschätzung der Mehrheitsverhältnisse bei der Veranstaltung in der Fichtelgebirgshalle getäuscht zu haben. Den größten Beifall gab es auf alle Fälle für den Vortrag der Projektidee. Richtig ist allerdings, dass die Wortmeldungen von Fragen, Bedenken und Einsprüchen dominiert waren. Argumente, die nicht schon in vorausgegangenen Leserbriefen aufgeworfen wurden, kamen allerdings nicht zur Sprache. Herr von Malschitzky, der in seinem Leserbrief vom 04. Juni 2008 sehr entscheidende Fragen stellte und Bedenken formulierte, sprach sich in der Diskussion nach dem Vortrag positiv für das Projekt aus.

 

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