Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dr.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

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Bilder von anderen Seen

 

Hinweis:

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Fränkische Seenplatte:

Übersichtsplan der fränkischen Seenplatte.

Diese Wasserbauwerke sichern einen Mindestwasserstand im Main-Donau Kanal auch in Trockenperioden und leiten Wasser aus dem wasserreicheren Einzugsgebiet der Donau in das trockenere Nordbayern.

 

Altmühlsee (04.09.2008):

Lageplan.

 

 

Der Damm des Altmühlsees ist auf das ursprüngliche Gelände aufgesetzt. Eine tief reichende Betonwand in der Mitte des Damms stabilisiert den Grundwasserstand der Umgebung auf dem ursprünglichen Niveau.
Mit dem Ausflugsboot kann eine Seerundfahrt unternommen werden. Der See ist ca. 3 Meter tief und wird als Überleiter in den Brombachsee bis auf einen Wasserstand von ca. 2 Meter tiefe abgesenkt.

 

Der sehr flach ausgeführte Damm wird hier zum Beispiel für eine Minigolfanlage genutzt.
 

Rothsee (03./04.09.2008):

Rundwanderwege erschließen den See für Freizeitsportler, Spaziergänger und Touristen
Leuchtfeuer kündigen ein aufziehendes Unwetter an
 

Brombachsee (04.09.2008):

Wie der Wunsiedler See ist der Große Brombachsee auf eine Pegelschwankung von sieben Metern ausgelegt. Er liefert zahlreiche Anregungen und gute Beispiele für die Planung des Wunsiedler Sees.

Stellenweise wurden im Brombachsee bis zu 25 Meter vom ursprünglichen Gelände abgetragen.

Ein 1,7 Kilometer langer Damm mit bis zu 36 Metern Höhe bildet den Abschluss. Unter dem Damm schützt eine bis zu 40 Meter tief reichende Beton-Dichtwand vor Wasserabflüssen im zerklüfteten Untergrund.
Der Damm:

Zum Aufnahmezeitpunkt war der Wasserspiegel um ca. 4 Meter abgesenkt.

Erklärungen an der Schautafel des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach zur Untergrundabdichtung des Dammes im Längsschnitt.
Darstellung der Pegelabsenkung, des Betriebsauslasses und der damit verbundenen Stromgewinnung.
Der Grundablass wird gebraucht um den See vollständig entleeren zu können.
Der Ausgleich der Pegelschwankungen an den Bootsstegen erfolgt mit Schwimmkörpern aus Beton. Betonschwimmkörper sind dauerhaltbar und liegen im Gegensatz zu einfachen Plastikpontons ruhig im Wasser. Im Wunsiedler See würden vergleichbare Schwimmkörper breitseitig aneinander gefügt und eine schwimmende Straße bilden.
Der Zugang zu einem Bootssteg für Segelboote.
Sieben Meter Pegelschwankung lassen sich mit so einer Technik problemlos ausgleichen.
Die Stufenhöhe der Treppe passt sich automatisch der Treppenneigung und somit dem Pegelstand an.
Stahlsäulen mit der abgebildeten Führungseinrichtung sorgen dafür, dass die Schwimmstege stabil an ihrer Position bleiben.
Eine umfassende und ausgeklügelte Abwasserentsorgung und viele Maßnahmen im Umfeld sichern die Wasserqualität.
Vereinzelt zu beobachtende Algenfelder in flachen ufernahen Badebereichen werden abgemäht.
Bei dichtem Algenbewuchs sorgt der senkrechte Messerbalken für das Freischneiden der Fahrrinne, der horizontale Messerbalken schneidet die Algen knapp über dem Seeboden ab
Die Algen schwimmen auf und werden bei passendem Wind an Land getrieben. Arbeitskräfte des kommunalen Zweckverbandes, die für Sauberkeit und optimale touristische Nutzbarkeit sorgen, transportieren die Algen ab.
Algen aus dem Brombachsee.

Bei steilen Ufern, steter Wasserbewegung und Wassertiefen, wie sie im Wunsiedler See geplant sind, ist diese Art der Algenbildung eher unwahrscheinlich.

So wie es beim Wunsiedler See der Fall sein wird, hat auch beim Brombachsee der Naturschutz einen hohen Stellenwert.
Wildenten lassen sich gerade auf einer Wiese nieder, die sich an eine geschützte Uferzone anschließt.
 

Edersee (26./27.08.2008):

Der 1908 erbaute Edersee hat die Aufgabe die Schiffbarkeit der Weser im Sommer aufrecht zu erhalten. Die Staumauer ist ca. 45 Meter hoch. Zum Zeitpunkt des Bildes war der Wasserpegel um ca. 20 Meter abgesenkt. Die Anlegestelle für das Touristenschiff überwindet diesen Höhenunterschied mit einem Schrägaufzug.
Schwimmende Stege gleichen die Pegelschwankungen aus und sorgen für den Zugang zum Wasser und zu den Booten.
Steile Ufer gibt es am Edersee in vielen Bereichen. Vom 26. auf den 27. August 2008 erhöhte sich die Absenkung des Wasserspiegels von 20 auf 21 Meter. Dieser große Abfluss aus dem größten Stausee Deutschlands war notwendig, weil auf der Weser ein Schwerlasttransport durchgeführt wurde, der statt der normalen 1,20 Meter eine Wassertiefe des Flusses von 1,70 Meter erforderte.
Freizeitbetrieb, zum Beispiel einer Segelschule findet trotz abgesenktem Wasserspiegel statt. Bei einer zweistündigen Rundfahrt mit dem Ausflugsschiff erlebt man die vielseitige Nutzung dieses Wasserbauwerks.
Oberhalb eines steilen Uferabschnitts befindet sich eine Bootswerft und ein Ausflugslokal.
Die Absenkung des Wasserspiegels zum Zeitpunkt der Aufnahmen betrug 21 Meter und das ist noch nicht das Ende.
Auch an einer Surfschule war schon am Vormittag reger Betrieb zu beobachten.
 

Goldisthal (17.08.2008):

Goldisthal im Thüringer Wald ist der größte Pumpspeicher Deutschlands und wurde im Jahr 2003 in Betrieb genommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme waren das Oberbecken gefüllt und der untere Speicher entsprechend abgesenkt.
Ein kleiner Vorstausee befindet sich vor dem Untersee des Pumpspeichersystems.
Die Bilder erinnern an den Edersee. Uferneigung und der Eindruck von der Landschaft gleichen sich. In Goldisthal ist die touristische Nutzung aus angeblichen Sicherheitsgründen  verboten, während der Edersee eine touristische  Attraktion darstellt, der das Gebiet zu einer Ferienregion macht.
Blick von Osten über Goldisthal auf die Wasserbauwerke. Hinter dem 70 Meter hohen Damm beginnt der etwas über zwei Kilometer lange Untersee. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Freizeitaktivitäten und der Tourismus auch diesen See erobern.
Das gefüllte Oberbecken von Goldisthal. Die rundum verlaufenden Dämme sind zum Teil über 40 Meter hoch und auf höherem Niveau als die ehemalige Bergkuppe.
Die Sonne spiegelt sich in der vom Wind gekräuselten Wasseroberfläche in 870 Metern.
 

Saalestauseen im Thüringer Wald (17.08.2008):

Mit mehreren Staustufen wird die Saale im Thüringer Wald zur Stromerzeugung genutzt. Steile Ufer verleihen diesen Seen eine besondere Attraktivität.

Hier die Bleilochtalsperre.

Große Wasserflächen ziehen die Menschen an und entfachen Freizeitaktivität und Tourismus. Jahreszeitlich oder täglich stattfindende Pegelschwankungen spielen dabei, wie die Beispiele zeigen, keine Rolle.
Hohenwarte-Stausee. Der helle Streifen zwischen Wasseroberfläche und Bewaldung zeigt die Absenkung des Wasserstandes um etliche Meter.
Hohenwarte-Stausee mit Staudamm.
Oberbecken des Pumpspeicherwerks zur Talsperre Eichicht.
 

Waldeck (27.08.2008):

540 Meter, gerade so hoch wie das Stauziel des Wunsiedler Sees, befindet sich das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck an der Eder, nicht weit entfernt vom Edersee.
Blick aufs Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck. Ein beliebtes Ausflugsziel, das vom Kraftwerk aus mit einem Schrägaufzug erreicht werden kann.
Der Afolderner See bildet das Unterbecken zum Pumpspeicherkraftwerk Waldeck. Die beiden Oberbecken am Peterskopf befinden sich links von dem Strommasten und sind von unten nicht erkennbar.
Pontonstege aus Plastik zum Ausgleich der Pegelschwankungen sind im Vergleich zu soliden Betonschwimmkörpern eine wackelige Angelegenheit. Auch der Afolderner See ist touristisch genutzt und verfügt über einen Rundweg und zahlreiche Bootsstege und Angelplätze.
 

Bodensee (05.08.2008):

Auch am Bodensee schwankt der Wasserspiegel um mehr als zwei Meter. Wie an allen Gewässern mit Pegelschwankung wird der Zugang zu den Booten und Ausflugsschiffen mit Brücken die auf Schwimmkörpern aufliegen, ermöglicht.
Steile Ufer sind für die Anlieger des Bodensees kein Problem. Lösungen um trotz variierender Wasserstände an den See zu gelangen, gibt es viele.
Im Pfahlbaumuseum von Unteruhldingen in der Nähe von Meersburg am Bodensee kann man sich davon überzeugen, dass schon die Menschen der Steinzeit und der Bronzezeit mit wechselnden Wasserständen umzugehen wussten.
Die Nähe am Wasser schützte vor Feinden, sorgte für ein ausgeglichenes Klima und lieferte eine Nahrungsgrundlage.
 

Talsperre Trausnitz (30.08.2008):

Blick von der zum Campingplatz gehörenden Liegewiese auf den See.
Der Campingplatz in Trausnitz.
Blick über den See zum Campingplatz. Zu sehen ist das Seerestaurant. Die Stellplätze der Camper sind von schattenspendenden Bäumen eingegrünt und kaum einsehbar.
 

Stausee Happurg (03.09.2008):

Der Untersee zum Pumpspeicherkraftwerk Happurg ist ca. 1,2 Kilometer lang und ca. 350 Meter breit. Die tägliche Pegelschwankung beträgt bis zu 4,30 Meter. Mit einfachen schwimmenden Stegen gleicht dieser Tretbootverleih am Seecafe diese Pegelschwankungen aus.
Nachmittags und am Abend kommen die Unterseen von Pumpspeicherkraftwerken in der Regel an das obere Stauziel. In der Nacht werden sie abgesenkt um mit Einsetzen der Stromnachfrage während des Tages wieder gefüllt zu werden.
Blick auf einen Teil der Staumauer in der sich das Kraftwerk befindet und die Bebauung, die an den See heranreicht. Bevor es den Stausee gab war Happurg regelmäßig von Frühjahrshochwässern geplagt. Seit dieser Zeit verfügt der Ort über ein  attraktives Freizeitgewässer in ähnlicher Größe wie der Weißenstädter See.
Liegewiesen und ein Fußweg, der zum Spazieren und Joggen einlädt umgeben den See. Auch an Rückzugsräumen für Flora und Fauna mangelt es nicht.
 

Schluchsee (06.09.2008):

Der Schluchsee ist das touristisch genutzte Oberbecken eines Pumpspeichersystems im Südschwarzwald, das am Rhein in 310 Meter über dem Meeresspiegel beginnend in drei Stufen hoch geht bis 930 Meter, dem Stauziel des Schluchsees.
Im Pumpspeicherbetrieb während des Sommers wird der Wasserstand des Sees um maximal sechs Meter abgesenkt. Im Winter findet eine viel größere Absenkung um zwanzig Meter und mehr statt, um bei der Schneeschmelze das Frühjahrshochwasser aus den Höhenlagen des Schwarzwaldes aufnehmen zu können.
Die relativ kleinen Stauseen an den Zwischenstufen in Häusern und Witznau liegen in tief eingeschnittenen dunklen Tälern. Sie werden touristisch nicht genutzt. Der Schluchsee weist knapp die doppelte Länge und die doppelte Breite auf, die für den Wunsiedler See angedacht sind.
Wie bei allen Gewässern mit Pegelschwankungen gelangt man auch am Schluchsee über Schwimmstege zu den Booten.
Blick aus dem Elektroboot über das steile Ufer auf den Bahnhof. Dahinter verläuft eine Straße und oberhalb kommen die Hotels und die Kirche der gleichnamigen Ortschaft Schluchsee.
Ein bewährtes System zum Ausgleich der Pegelschwankungen bietet einen bequemen Zugang zu den Segelbooten.
Über einem besonders steilen Uferbereich hat sich dieses Hotel angesiedelt.
Steile Klippen sind immer ein besonderer Blickfang.
Der grüne Stein oben am Kiesstrand markiert den maximalen Wasserstand. Mit der Veränderung des Wasserstandes werden die Schwimmstege nach oben und unten bewegt.

 

 

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