Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dr.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

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Der Zugang zum Wasser

Die steilen Ufer bieten, gekonnt angelegt, einen spannenden und schönen Anblick. Man stellt sich aber sofort die Frage, wie soll man da an das Wasser kommen, wie bringe ich mein Boot da hinein und ist es denn überhaupt möglich, bei einem Tidenhub von bis zu sieben Metern, den See für Freizeitzwecke zu nutzen?

Um diese steilen Ufer gefahrlos und bequem überwinden zu können, werden überall dort, wo Zugänge zum Wasser geschaffen werden sollen, parallel zum Ufer breite Rampen angelegt. Mit leichtem gleichmäßigem Gefälle verlaufen diese von oben bis auf den Grund des Sees:

Ab der Linie des höchst möglichen Wasserstandes des Sees werden auf diese Rampe großzügige Betonschwimmkörper gelegt, die über die Rampe hinaus in den See hinein reichen. Diese Schwimmkörper sind etwa 2,50 Meter breit, 10 bis 15 Meter lang, einen Meter hoch und breitseitig gelenkig miteinander verbunden. In dem Bereich der Rampe oberhalb des Wasserspiegels liegen diese einfach auf der Rampe auf. Dort wo sie ins Wasser übergehen, fangen sie an zu schwimmen. Im Wasser haben sie ca. 1/2 Meter Tiefgang und schauen mit der anderen Hälfte oben heraus. Der schwimmende Abschnitt dieses Zugangs passt sich den unterschiedlichen Wasserständen des Sees jederzeit an. Der geneigte, auf der Rampe aufliegende Abschnitt wird entsprechend kürzer oder länger. Dieser breite Zugang bekommt auf der dem See zugewandten Seite zunächst einen Grünstreifen, dann kommt ein ca. drei Meter breiter Fußweg, ein Grünstreifen, ein ca. fünf Meter breiter Skate-, Rad- und Fahrweg (für Betriebsfahrzeuge) und an der dem Ufer zugewandten Seite noch einmal einen Grünstreifen.

Von diesen schwimmenden Straßen aus ist der Zugang zum Wasser immer gleich und völlig gefahrlos, abgekoppelt von den Pegelschwankungen und den steilen Ufern möglich. Das Bild deutet an, dass die Wege am Ende des Seezugangs um 90 Grad zum See hin schwenken. Dort docken sie dann an eine schwimmende Straße an, die innerhalb des Sees, vor den steilen Ufern komplett um den See herumgeht. Weil das auf und ab des Wasserstandes an der Rampe zu geringfügigen Längsbewegungen des im Wasser schwimmenden Abschnitts führt, muss der Übergang auf die schwimmende Straße die so auftretenden Relativbewegungen ausgleichen.

Eine Vorstellung, wie das aussehen kann, soll das nächste Bild vermitteln:

Darauf ist angedeutet, dass im steilen Ufer, oberhalb der Pegelschwankungen sich mit der Zeit Bewuchs und Leben ansiedeln wird, wie es die weiter vorne gezeigten Bilder stillgelegter Steinbrüche zeigen. Unterhalb, wo der Fels immer wieder unter Wasser gerät, wird sich auf natürliche Weise, wie beim Donaudurchbruch bei Weltenburg, kein Bewuchs einstellen. Diese Situation lässt sich verändern und ästhetisch aufwerten wenn, wie im linken Bereich der Skizze angedeutet, am uferseitigen Rand der schwimmenden Straße eine dichte Baumreihe gepflanzt wird. Die Bäume würden so beim Blick aus und über den See die wahrgenommene Uferlinie bilden und wären gleichzeitig ein Ersatz für die Bäume, die jetzt den Ufersaum der Röslau bilden.

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