Freizeitsee und Pumpspeicherprojekt
Wunsiedler See und Burgsteinsee

© Dr.-Ing. Matthias Popp, Burgstraße 19, D-95632 Wunsiedel,

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Die Tallage:

 

Blick von Osten über Wunsiedel auf das Röslautal:

 

Die Höhenverhältnisse im Talraum stecken die Möglichkeiten ab, wie der See dort angelegt werden kann.

Oben rechts im Kartenausschnitt beginnt Wunsiedel. Dort am nordwestlichen Ende des Eisweihers verläuft die 530 Meter Höhenlinie am nördlichen Röslauufer in südwestliche Richtung bis ein Stück hinter die Walkmühle. Dort dreht sie um und verläuft dann südlich der Röslau unterhalb der Straße nach Breitenbrunn zur Luisenburgstraße.

Die 540 Meter Höhenlinie kommt am Nordufer der Röslau, südlich der dort vorhandenen Bebauung aus Wunsiedel heraus. Über die landwirtschaftlichen Flächen verläuft Sie an die südöstliche Ecke von Schönbrunn und geht genau südlich, unterhalb der dort befindlichen Bebauung bis kurz vor Furthammer. Dort schwenkt sie hinüber zum Südufer der Röslau und verläuft dort durch den Wald um den Hammerbühl herum. Weiter geht es nördlich der Gärten von Breitenbrunn, die sich an der Straße nach Wunsiedel befinden. Kurz vor der Bebauung am Breitenbrunner Weg überquert die Höhenlinie die Straße nach Breitenbrunn.

Die 550 Meter Höhenlinie kann im Kartenausschnitt gut erkannt werden, weil sie etwas kräftiger gezeichnet und beschriftet ist. Im nördlichen Talraum kommt sie im Bereich der ehemaligen Kaserne aus Wunsiedel heraus, geht südlich der Kreisstraße WUN 9 durch das Neubaugebiet von Schönbrunn, bildet eine kleine Bucht ins Geiersbachtal hinauf und verläuft weiter bis in die Ortsmitte von Tröstau. Dort wechselt sie ans südliche Ufer und verläuft nördlich unterhalb der Bundesstraße 303 bis südlich der Stollenmühle, wo sie eine kleine Bucht nach Süden bildet. Um den Hammerbühl herum verläuft sie durch die Ortsmitte von Breitenbrunn um dann südlich, oberhalb der Bebauung entlang der Straße von Breitenbrunn nach Wunsiedel zu verlaufen.

Aufgrund der Höhenverhältnisse steht fest, dass der Seegrund nicht nennenswert unter 530 Meter gelegt werden kann, weil sonst Wunsiedel untergraben werden müsste. Weiter steht fest, dass er nicht über 540 Meter angestaut werden kann, weil sonst entweder die tiefen Lagen von Schönbrunn und Breitenbrunn umgesiedelt werden müssten oder den Bewohnern ein Damm vor ihr Grundstück gesetzt werden müsste. Der See muss sich aufgrund dieser Randbedingungen zwischen der Höhenlinie 530 Meter am Grund und 540 Meter mit der Uferlinie befinden. Beachtet man diese Randbedingungen, dann sind nur ganz wenige Anwesen betroffen: Krohenhammer, Stollenmühle, letztes Gebäude an der südöstlichen Ecke von Schönbrunn, ggf. Walkmühle.

Ein Pumpspeicher wird dann wirtschaftlich interessant, wenn er möglichst groß ist. Deshalb wird folgende Überlegung zur Gestaltung des Talsees angestellt:

Der See wird auf seiner gesamten Fläche mit seiner Sohle auf 530 Meter über den Meeresspiegel ausgegraben. Der obere Wasserstand des Sees wird auf 540 Meter über den Meeresspiegel festgesetzt. Dort wo sich keine Bebauung befindet wird der See ins Gelände eingegraben, ansonsten verläuft das Ufer vor den Baugrundstücken. Der See erhält rundum steile Ufer. Das bietet mehrere Vorteile:

  • Beim Absenken des Wasserspiegels durch den Pumpspeicherbetrieb bleibt die Seeoberfläche gleich groß.

  • Wenig attraktive,  möglicherweise verschlammte Bereiche können so gar nicht erst entstehen.

  • Das Arbeitsvolumen für den Pumpspeicherbetrieb wird dadurch maximiert.

  • Auch im abgesenkten Zustand verbleibt eine Mindestwassertiefe von 2,50 Metern auf dem gesamten See, was einen ungestörten Boots- und Freizeitbetrieb sicher stellt.

  • Renaturierte steile felsige Ufer oberhalb der 540 Meter Linie sind ein attraktiver Blickfang und können Rückzugsraum für vielerlei Tiere und Pflanzen sein.

Bis zu welcher Tiefe ein Abgraben des Geländes die Wirtschaftlichkeit des Pumpspeichers steigert und ab wann es nicht mehr sinnvoll ist, Talgrund auszuheben, muss berechnet werden, wenn die genauen Bodenverhältnisse und die Möglichkeiten der Geländeverlagerung geklärt sind. Ob sich das Optimum der Wirtschaftlichkeit bei dem angenommenen Aushub bis zur 550 Meter Höhenlinie einstellen wird oder darüber oder darunter, kann zum derzeitigen Projektstand nicht gesagt werden. Aufgrund bisheriger Überlegungen kann es allerdings durchaus sein, dass eine Abgrabung über die 550 Meter Höhenlinie hinaus, die Wirtschaftlichkeit des Projektes weiter erhöht.

 

Mit obiger Annahme einer Abgrabung des Geländes, außerhalb von Ortslagen bis zur 550 Meter Höhenlinie, könnte der See die nachfolgende Form annehmen:

 

 

Blick von Osten über Wunsiedel mit eingezeichnetem Wunsiedler See (Abgrabungen und steilen Ufer sind auf dieser Bildmontage nicht dargestellt):

 

Eine Vorstellung von steilen Ufern vermitteln die nachfolgenden Bilder:

 

 

Je nach Untergrundbeschaffenheit des Geländes, das oberhalb der Wasseroberfläche abgetragen wird, werden sich Uferlandschaften einstellen, die einen ganz besonderen Reiz entwickeln.

Obiges, von Martin Bergmann zur Verfügung gestelltes Bild zeigt ein steiles Ufer, über das ein Wasserfall in einen See fließt. So eine Szenerie könnte sich am Ostrand von Tröstau entwickeln. Dort ist das Gelände 548 Meter über NN. Je nach Wasserstand im Wunsiedler See würde die Röslau acht bis fünfzehn Meter in den See hinunterstürzen und dort ein spektakuläres Schauspiel geben.

 

Aus urheberrechtlichen Gründen können Bilder aus dem Internet hier nicht einfach zusammenkopiert und eingestellt werden. Deshalb sind nachfolgend einige Links angegeben, die Bilder mit steil abfallenden Ufern zeigen.

 

Der nächste Links zeigt den Donaudurchbruch bei Weltenburg:

http://www.fahrrad-tour.de/Altmuehlradweg/Bilder3/BDonaudurchbruch.htm

Die Donau kennt Hoch- und Niedrigwasserstände. Entsprechend wechselt der Pegelstand an den Ufern. Sehr schön zeigt das Bild auf dem angegebenen Link, dass die Steilufer oberhalb der Wasserstandsschwankungen einen Bewuchs annehmen, darunter blickt man auf den freien Fels. Je nach Gestein, das sich in den Uferzonen unseres Sees finden wird, werden auch hier Uferzonen entstehen, die zum Fotografieren einladen.

 

Eine Uferlandschaft, die sich in übertragener Form beim Blick von Breitenbrunn hinüber zum Schönbrunner Berg zeigen könnte (allerdings in ca. 600 Meter Entfernung) zeigt das folgende Bild:

Immer wird das Aussehen des abwechslungsreichen Ufers davon abhängen, wie kompakt, wie strukturiert, gefärbt und geschichtet das anstehende Gestein im Untergrund sein wird.

 

Mitten durch unseren See verläuft ein Gesteinszug aus Wunsiedler Marmor. Es ist davon auszugehen, dass einige Millionen Kubikmeter dieses weißen Gesteins beim Aushub des Sees anfallen werden. Uferbereiche, die keinen in sich stabilen Untergrund aufweisen und deshalb künstlich stabilisiert werden müssen, können mit Findlingen aus diesem weisen Marmor verkleidet werden und dem See eine besonders freundliches Gesicht verleihen.

 

Ein stillgelegter Marmorsteinbruch befindet sich östlich von Wunsiedel zwischen Holenbrunn und Sinatengrün. Dort kann man Felsstrukturen, steile Wände und Übergänge zum Wasser beobachten, wie man sie sich in ähnlicher Form auch beim Wunsiedler See vorstellen kann:

 

 

Zwei Bilder von dort mit steilen Felswänden, die nicht an Wasser angrenzen, aber einen Eindruck vermitteln, wie der Blick aus dem Boot auf das Ufer sein könnte:

 

 

 

Ein weiteres Gewässer mit steilen Ufern treffen wir weiter östlich beim stillgelegten Tagebau Johanneszeche an. Auch dieses Bild, vermittelt eine Vorstellung, wie die steilen Ufer des Wunsiedler Sees beschaffen sein können:

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